Standpunkte

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Die Universität gehört nach Liestal!

Natürlich dominierten wie jedes Jahr an der letzten Sitzung Wahlen und Rechnung. Auf Initiative der Mittefraktion stellten sich alle Fraktionen hinter ein Postulat unserer Fraktion, das vehement die Neuaufnahme der Prüfung der Unistandorte fordert. Zum Glück wurden beim Stadtrat offene Türen eingerannt. Nach dem Debakel um den bekanntgegebenen angeblich besten Standort am Dreispitz, an welchem gar keine Universität gebaut werden kann, weil zonenwidrig und der Baurechtsnehmer das Land gar nicht zur Verfügung stellen will, ist der Kanton gefordert, von vorne zu beginnen und alle Standorte neu zu evaluieren. Dieses Mal hoffentlich sorgfältiger, so dass eigentlich allen klar sein muss, dass Liestal der attraktivste Standort ist: In unserer schönen Hauptstadt mit vielfältigen Einkaufs- und Essensmöglichkeiten, zentral gelegen am nigelnagelneuen Bahnhof und von überall gut erreichbar, mit fast pfannenfertigem Projekt. Was will man mehr?
Stefan Fraefel, Einwohnerrat Liestal, Liestal aktuell, August 2019

Jeder Generation ihr Fest

Unglaublich, das letzte Stadtfest ist schon 30 Jahre her. Da war ich noch Primarschüler. Damals existierte noch die DDR, dafür waren Smartphones und selbstfahrende Autos Science-Fiction. 1989 ist auch 3 Jahre nach Tschernobyl und Schweizerhalle – heute fast vergessen. Aktuell ist es der Klimawandel und das Artensterben, das uns beschäftigen muss. Liestal selbst ist baulich kaum mehr wiederzuerkennen, statistisch sind fast 1/3 der Liestaler seit 1989 von uns gegangen resp. erst danach geboren worden… Bei all den globalen und persönlichen Problemen tut es gut, mindestens einmal alle Generation die Sorgen zu vergessen und sich und seine Nächsten zu feiern – einfach weil wir da sind. Ein solches Fest verbindet Menschen, gibt Zusammenhalt – was gibt es Wichtigeres für einen Menschen?
Stefan Fraefel, Einwohnerrat Liestal, LiMa Nr. 71, 13.08.2019

Schätzt der Kanton Liestal als seine Hauptstadt noch?

An der letzten Sitzung standen unter anderem mehrere Interpellationen zum Wegzug der Gewerblichen Berufsschule GIBL und dem Übergehen von Liestal als Unistandort zur Beantwortung an. Diese beiden letzten Entscheide des Kantons reihen sich in eine Reihe von Entscheidungen des Kantons, bei denen sukzessive der Kanton wichtige Amtsstellen und Schulen an andere Orte verlagert. So zügelten unter anderem Grundbuch-, Erbschafts- und Zivilstandsamt nach Arlesheim, das Zivilgericht nach Sissach, das Strafgericht nach Muttenz etc. Die Mittefraktion sieht dies zunehmend kritisch. Das Baselbieter Stimmvolk hat klar festgehalten, dass der Kanton Basel-Landschaft unabhängig sein soll. Weshalb dann zunehmend wichtige kantonale Einrichtungen an den Rand des Kantons, unmittelbar an die Grenze zu Basel-Stadt verlagert werden, an verkehrstechnisch deutlich schlechter erschlossene Gebiete als Liestal, ist aus unserer Sicht unverständlich.
Stefan Fraefel, Einwohnerrat Liestal, Liestal aktuell, Dezember 2018

Der Zahn der Zeit…

Liestal hat sich in den letzten Jahren sehr stark gewandelt, ortsprägende Bauten sind verschwunden. Doch hier am Schleifewuhrweg scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Seit ich denken kann, liegen hier zum Verkauf vorbereitete Holzbretter aus Baumstämmen. Doch verkaufen kann man sie schon lange nicht mehr, sie sind verwittert. Und so würde es auch gesamt Liestal ergehen, wenn man stehen bleibt. Ich möchte die neuen Bauten am Bahnhof nicht mehr missen, genausowenig wie die neu gestaltete Rathausstrasse oder die Manor. Und die Rathausstrasse als Durchgangsstrasse kann man sich ohnehin nicht mehr vorstellen. Es ist wichtig, das „alte“ Liestal an einigen Punkten zu bewahren, aber Innovation muss möglich bleiben, um nicht zu „totem Holz“ zu werden. Früher war doch nicht alles besser.
Stefan Fraefel, Einwohnerrat Liestal, LiMa, August 2018

Über-irdische Weitsicht

Die Politik ist sachlich, da hat es keinen Platz für Überirdisches. Oder doch? Geradezu hellseherische Kräfte werden benötigt, wenn wir für die Zukunft planen. Was werden wir brauchen, was wird die künftige Generation gut finden? Die Glaskugel ist da nicht immer eindeutig. Im eigentlichen Wortsinn von überirdisch – also über dem Boden – ist die Politik dagegen sehr gefragt, durch die rege Bautätigkeit verändert sich Liestal, hier stellt die Politik die Leitplanken. Planen und bauen ist ein Stück weit Hellsehen. Bestes Beispiel: Der neue Bahnhof, über den bald abgestimmt wird. Diese einmalige Chance für Liestal wird Liestals Gesicht über dem Boden – also über-irdisch –  prägen. Wer weitsichtig genug ist, lässt sich diese Chance nicht entgehen.
Stefan Fraefel, Einwohnerrat Liestal, LiMa, August 2017

Stillstand ist Rückschritt

Wir alle sind gefordert, Liestals Zentrumsfunktion zu stärken. Die Politik hat gewerbefreundliche Rahmenbedingungen zu setzen. Es ist an den Gewerbetreibenden, uns mit innovativen Ideen und Service einen Mehrwert zu bieten gegenüber dem Internet und dem Einkaufszentrum auf der grünen Wiese, und es ist an uns, die lokalen Geschäfte auch zu berücksichtigen. Genauso wichtig ist Mut für Neues: Wer Liestal im Ist-Zustand bewahren will, verkennt die Realität und führt Liestal in den Niedergang. Nur wer mit der Zeit geht, überlebt. Bestes Beispiel: Der neue Bahnhof, über den bald abgestimmt wird. Diese einmalige Chance wird Liestals Gesicht prägen und die Zentrumsfunktion auch architektonisch ausstrahlen. Wer weitsichtig genug ist, lässt sich diese Chance nicht entgehen.
Stefan Fraefel, Einwohnerrat Liestal, LiMa, August 2017

Bahnhof: Entscheide für 100 Jahre

An der letzten Sitzung hat der Rat den QP Bahnhofcorso an die BPK zur Vorberatung überwiesen. Darin werden die Richtlinien festgesetzt, wie das Liestaler Bahnhofsgebiet in Zukunft aussehen soll. Da der heutige Bahnhof aus der Zeit des 2. Weltkriegs stammt, darf man getrost sagen, dass unsere Entscheide das Bild von Liestal für 100 Jahre prägen werden. Mit dem QP Corso findet die Transformation des Bahnhofsareals von einer Ansammlung von Werkschuppen, die ihren Sinn längst verloren haben, hin zu einem modernen urbanen Zentrum ihren Abschluss. Mit einem repräsentativen Bahnhof, einem moderaten Hochhaus und einer neuen Erschliessungsstrasse ab Zentralwäscherei wird vieles neu. Eine einmalige Chance für Liestal. Die wollen wir von der Mitte-Fraktion nicht verpassen. Aber wir wissen um die vielen Neuerungen und werden genau hinschauen: Damit es für die SBB als Investor attraktiv bleibt, aber auch damit die Liestaler Interessen gewahrt werden.
Stefan Fraefel, Einwohnerrat Liestal, Liestal aktuell, Februar 2017

Haushaltverbesserung verpasst!

Leserbrief zum Budgetentscheid des Einwohnerrats Liestal vom 15. Dez. 2010
Warum soll der Aufwand der Stadt Liestal gekürzt werden, wenn sie seit Jahren schwarze Zahlen schreibt und erst noch Schulden abbaut? Die einfache Antwort lautet: Es wurden wohl die Bankschulden bis auf ca. 27 Mio. abgebaut, aber gleichzeitig ein Nachholbedarf von ca. 13 Mio. für die Sanierung von Schulhäusern und weitere Hochbauten aufgebaut. Bei einem abzubauenden, zusätzlichen Finanzbedarf von insgesamt ca. 40 Mio. ist also seit Jahren keine Verbesserung unseres Finanzhaushalts festzustellen. Die beantragte Budgetkürzung wäre deshalb ein willkommener Beitrag an die dringend notwendigen Sanierungen gewesen. Doch die Ratslinke zeigt nach wie vor keine Einsicht, die strukturellen Probleme unserer Gemeinde nachhaltig zu lösen, wodurch weiterhin Jahr für Jahr unnötigerweise Hunderttausende von unseren Steuergeldern an die Banken abgeführt werden müssen!
Peter Furrer, Einwohnerrat Liestal

Sture Zwängerei!

Leserbrief zur Abstimmung über die Ausschaffungsinitiative vom 28. November 2010.
Erneut sorgt eine sehr brisante Volksinitiative für grosse Schlagzeilen. Zuerst waren es die Zweifel an der Gültigkeit und nun die Art und Weise der Vermarktung! Dabei haben die Initianten der „Ausschaffungsinitiative“ einen Missstand angepackt, welcher einem grossen Teil unseres Volkes unter den Nägeln brennt. Dies haben wir vor allem der in den letzten Jahren zu largen Gesetzesauslegung unserer Gerichte zuzuschreiben. Leider haben die Initianten ihre Initiative sehr schlecht formuliert, sodass sich Bundesrat und Parlament gezwungen sahen, dieser einen verbesserten Gegenvorschlag gegenüber zu stellen. Da ihr berechtigtes Anliegen damit erfüllt war, hätten die Initianten daraufhin die Möglichkeit gehabt, ihre überflüssige Initiative zurückzuziehen, was jedes verantwortungsbewusste, sachorientierte Initiativkomitee auch getan hätte.
Doch weit gefehlt, nun geht es ums Prestige! Mit zweifelhaften, Angst einflössenden Plakaten, mit Schönreden der eigenen schwachen Vorlage und irreführendem Schlechtmachen des anerkannt besseren Gegenvorschlags versuchen die Initianten ihre schludrig verfasste Initiative durch die Volksabstimmung zu boxen. Diese populistische Machtdemonstration wird den Steuerzahler auch noch mehrere Hunderttausend Franken an Steuergeldern kosten! Nun bleibt es an uns, mit der Ablehnung der „Ausschaffungsinitiative“ und der Zustimmung zum Gegenvorschlag die passende Antwort zu geben.
Peter Furrer, Einwohnerrat

CVP Wahlkreis Liestal

Präsident
Matthias Oetterli
Bächlistrasse 8
4415 Lausen

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